Utraschallsonden


Die Sonographie zählt heute in zu den gängigsten Untersuchungsmethoden. In beinahe jeder medizinischen Fachrichtung werden Ultraschalluntersuchungen als ungefährlicher Weg zur ärztlichen Erstbeurteilung wie auch Verlaufskontrolle. Per Ultraschall können vor allem alle wasserhaltigen, und damit alle gut durchbluteten Organe sehr gut untersucht werden.
Ja nachdem welche Regionen mit dem Ultraschall sichtbar gemacht werden sollen, können verschiedene Ultraschallsonden zur Einsatz kommen. Als Sonde – oder auch Schallkopf oder Transducer – bezeichnet man den Teil des Ultraschallgeräts, der die Ultraschallwellen aussendet und die Reflexion der Wellen empfängt.

Gängige Typen an Ultraschallsonden

In der Medizintechnik werden grundsätzlich drei klassische Sondentypen unterschieden: Sektor-, Konvex- und Linearsonden. Durch die unterschiedlichen Formen des Schallkopfs können verschiedene Anforderungen abgedeckt werden:

  • Eine Linearsonde (Linear Array) liefert ein rechteckiges Bild und eine gute Bildauflösung – auch nahe am Transducer selbst. Nachteil dieses Schallkopfes ist, dass dieser Schallkopf eine sehr große Ankopplungsfläche hat und daher an schwer zugänglichen Stellen nicht sinnvoll eingesetzt werden kann.
  • Die Sektorsonde dagegen hat eine sehrkleine Ankopplungsfläche und kann damit auch für schwieriger zugängliche Stellen eingesetzt werden. Der Nachteil liegt in der schlechteren Auflösung im schallkopfnahen Bereich und Verzerrungen im schallkopffernen Bereich.
  • Bei der Konvexsonde (Curved Array) wird versucht die Vorteile von Linear- und Sektorschallköpfen zu kombinieren. Durch die verminderte Auflagefläche ist er deutlich flexibler einsetzbar als die Linearschallkopf, bietet aber auch im Nahfeld eine bessere Auflösung als ein Sektorschallkopf.

Spezialsonden

Zusätzlich zu diesen drei klassischen Ultraschallsonden Typen, gibt es für den Einsatz in der Endosonografie auch Spezial-Sonden. Als Endosonografie bezeichnet man Ultraschalluntersuchungen, die durch natürliche oder auch künstliche Körperöffnungen stattfinden.

Eingesetzt im Körperinneren nach deren Einführung durch natürliche oder geschaffene Öffnungen.

  • Die TEE-Sonde (Auch „Schluckecho“) wird durch die Speiseröhre eingeführt um bei Herzuntersuchungen das Organ von der Hinterseite her betrachten zu können.
  • Vaginalsonden sind stabförmig. Der Schallkopf wird bei gynäkologischen Untersuchungen vaginal eingeführt und erzeugt ein seitlich-frontales Schnittbild.
  • Die ebenfalls stabförmigen Rektalsonden, werden durch das Rektum eingeführt um Prostata und Rektum zu untersuchen.
  • Für intravaskulären Ultraschall (IVUS) können sehr dünne Sonden direkt in Gefäße eingebracht werden, um diese von innen her zu untersuchen und die Gefäßwände exakt analysieren zu können.
  • Bei der intrakardialen Echokardiografie (ICE) kommt ein Ultraschall-Katheter zum Einsatz, der direkt in eine Herzhöhle gelegt wird und hochauflösende Bilder des Herzens liefern kann.

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